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Spontanphilosophen Manchmal überkommt es einen einfach. Da steht man an irgendeinem Urinal auf dieser Welt und beginnt, die alles entscheidenden Fragen des Universums zu ventilieren: Sind wir Menschen nicht die überflüssigste Lebensform des Planeten? Haben Frauen wirklich nie einen Fussel im Bauchnabel? Wie entsteht das pseudoerotische Verhältnis alter Männer zu ihrem Stuhlgang? Warum gibt es Pferdekalender? Fragen, deren Antwort niemand kennt und deren Beantwortung auch, sein wir doch mal ehrlich, niemanden wirklich weiterbringt. Also alles nach Brüssel verweisen? Uneffizient. Außerdem: Es hat doch einen gewissen Reiz, sich mit derart weltbewegenden Dingen eingehend auseinander zu setzen. Wer ein wenig Glück hat, findet zwecks- dessen sogar noch einen adäquaten Gesprächspartner. Zugegeben, solche Menschen sind eher selten, aber sie sind da. Mitten unter uns. Wie unerkannte Aliens, die inkognito unsere Welt erforschen. Interessante Vorstellung übrigens. Unser Heimatplanet ist, schätze ich mal, ein recht attraktives Reiseziel. Wo sonst im bekannten Universum findet man Lebensformen, welche sich hauptberuflich mit dem Krümmungsradius von Salatgurken beschäftigen? Oder das noch sinnentleertere Verhalten gewisser Vertreter der selbsternannten Krönung der Schöpfung, sich gegenseitig irgendwelche Sprengkörper unter den Arsch zu legen, weil der eigene Gott auf jeden Fall besser ist, als der der anderen. Vernunftbegabt nennen sie sich, diese Wesen. Solch ein geballter Schwachsinn dürfte sich inzwischen formatfüllend im Universum herumgesprochen haben, und es würde mich keinesfalls wundern, wenn nicht längst ein interstellarer Massentourismus eingesetzt hätte. Denn so etwas muß man doch gesehen haben, und zwar bevor sie sich und ihre blaue Kugel entgültig ins Nirvana gepustet haben, diese Menschen. Im Rahmen all´ dieser Überlegungen ist es schnell passiert, daß man sich auf die eigenen Schuhe strullt. So ist das also, wenn man angesichts der katastrophalen Weltlage nasse Füße bekommt. |
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Life is full of Hinterlist Es scheint gewisse Gesetzmäßigkeiten zu geben, die weniger in ihrem jeweiligen Ausmaß denn in ihrer Penetranz bestechen. Von ignoranten Postzustellern geknickte Sendungen, die deutlich mit „nicht knicken“ gekennzeichnet sind; Toilettenpapier, welches niemals an der Perforation reisst; Langsamfahrer, die vor einem selbst noch bei Gelb über die Kreuzung kommen... Und dabei soll man psychisch gesund bleiben. Geht nicht. Spätestens wenn einem im Cafe mal wieder beim Aufreißen dieser Kondensmilch-Portionsbehälter der erste Tropfen ins Auge oder sonstwo hin geflogen ist, droht der Verlust der Contenance. Welch eine absurde Situation. Die Vorstellung fällt leicht, hoffnungslos überfüllte geschlossene Abteilungen diverser Landeskrankenhäuser zu sehen, in denen der von vornherein aussichtslose Versuch unternommen wird, Myriaden abgedrehter Zeitgenossen mühevoll wieder ins Gleis zu setzen. Dabei ist der Rückfall schon Minuten nach Entlassung vorprogrammiert. Nicht zuletzt auch deshalb, weil irgendwelche Hirnathleten sich in der Zwischenzeit neuerliche Gemeinheiten ausgedacht haben. Wieso erfindet nicht mal jemand eine Folienverpackung (zum Beispiel für CD´s), die wirklich an der entsprechenden Stelle zu öffnen ist, ohne das man zum Dullhärmchen wird? Manche Menschen flüchten sich in die Gründung einer Selbsthilfegruppe. Dies zieht jedoch häufig ein Verfallen in blinden Aktionismus nach sich, der vor allem dadurch geprägt ist, Unbeteiligten mit einer Art penetrantem Sendungsbewusstsein auf die ohnehin schon strapazierten Nerven zu fallen. Andere Leute, inzwischen völlig orientierungslos, geraten in den Strudel irgendwelcher Sekten oder werden Hardcore - Veganer. Leider können auch diese Damen und Herren der Versuchung nicht widerstehen, ihre Mitmenschen mit den ihnen widerfahrenen Erleuchtungen heimzusuchen. Wirklich bitter. Doch wie bleibt man bei Verstand? Der gute Einstein hat mal gesagt, daß man die Welt nicht verstehen muß, es reiche, sich in ihr zurechtzufinden. Doch genau dies scheint mir das Problem zu sein. Und Einstein ist tot. Es ist klar, was das bedeutet... Wir müssen unsere Probleme selbst lösen. Na denn: Gute Nacht! |
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Modern Times............. Neulich habe ich jemanden gehört, der die Autobahnen als größte offene Psychiatrie Deutschlands bezeichnet hat. Jeder weiß: Kein schlechter Vergleich. Nur bekloppte unterwegs, außer ich. Bekanntlich gibt es jedoch nichts, was sich nicht noch steigern ließe..... Als ich mal wieder über eine längere Distanz in den Fernseher schaute, ist mir allerdings die Vermutung gekommen, daß außer unserem Fernstraßennetz noch weitere Abteilungen dieser Institution bestehen. Werbung: Da fährt ein kleiner Junge mit einer unlenkbaren Art Seifenkiste unter den Augen der Mamma vor einen Baum. Als Belohnung für diese wunderbare Aktion bekommt er einen Pudding. Was soll uns das sagen? Ist es erstrebenswert, mit einem fehlkonstruierten Fahrzeug die Straße zu verlassen? Werden dicke Kinder die schlechteren Autofahrer? Landen deswegen so viele Disco-Kids vor größeren Pflanzen, weil sie Japp auf Molkereiprodukte haben? Ich weiß es nicht. Klar ist jedoch, das Liebe etwas mit vergorener Milch zu tun hat. Also wem sowas einfällt, der ist doch mit dem Gröbsten durch, oder? Oder, auch immer wieder lustig: ARD kurz vor der 17.00 Uhr Tagesschau. Da wird man den Eindruck nicht los, daß die ganze Bevölkerung nur noch aus inkontinenten Gebissträgern besteht. (Ich hab´da was am Zahnfleisch...) Myriaden von Krampfadern auf dem Weg zur entgültigen Thrombose, und zwar im Treppenlift! Ich verstehe einfach nicht, warum nicht wesentlich mehr Fernseher durch die Fenster fliegen. Wenn ich schon diese Süßstoff-Schranze sehe! „Das Leben is´ für mich´n Tanz....“Im armdicken Strahl könnt´ich kotzen. Wem fällt so eine Scheiße ein? Oder noch viel schlimmer: Wer stimmt so einer Scheiße zu? Die sind doch alle im Bereich der Behandlungsbedürftigkeit! Es gibt Werbung, die einfach derart grottenschlecht ist, daß man sie nicht vergessen kann. Das führt jedoch, zumindest in meinem Fall, dazu, die ent- sprechenden Produkte genau deshalb konsequent zu meiden. Ein ganz prima Erfolg der professionellen Denker. Dabei gibt es so tolle Sachen. Wer erinnert sich noch an die Toyota-Kampagne mit den Tieranimationen? Das war doch wohl ´ne glatte Eins! Da fällt mir ein: Apropos 17.00 Uhr Tagesschau; vor den Haftcreme und Wannenbequemeinstieg-Spots läuft der Mega-GAU der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Der Mann, der so heißt, wie das ,was er endlich einmal und zwar entgültig, machen sollte, kontaminiert den Bildschirm. Dieses weitgehend sinnfreie Geseich eines hyperpenetranten Betroffenheitsgutmenschen kann schon dem einen oder anderen Suizidkandidaten den Sprung von der Brücke schmackhaft machen.... Manche Leute möchte man einfach nur schütteln. Nicht, daß etwas vernünftiges dabei herauskäme, aber einem selbst ginge es wahrscheinlich danach deutlich besser. Noch so ein Kackvogel liest bisweilen im ZDF die Nachrichten. Mit klerikal verklärten Zügen präsentiert dieser Leerbrenner die Katastrophen dieser Welt, als wären es Liedertextnummern aus dem Gesangbuch. Und da wundern sich die Meinungsforscher, warum der bundesdeutsche Mensch zu den Privatkaspern abdriftet. Da ist es zwar noch beschissener, aber man rechnet damit. Zudem ist es für den Fan der Realsatire oftmals ein Fest orgienartigen Maßstabs, eine dieser wunderbaren Dauerwerbesendungen zu verfolgen. „Oh, das ist phantastisch, Bob!“ (allein schon diese herrliche Asynchronität) Es hat mal Zeiten gegeben, da hatte man den Eindruck, daß das, was aus Amerika kommt, immer etwas ganz tolles ist. Das mag ja für C.A.R.E.- Pakete noch halbwegs zugetroffen haben, aber daß, was da heutzutage auf uns einrieselt, darf, glaube ich, durchaus mit einem gewissen Kopfschütteln kommentiert werden.... So wie ich das sehe, bewegt sich der Durchschnitts US-Amerikaner auf dem mentalen Stand eines europäischen Teenies. Wie läßt es sich auch sonst erklären, das eine so hohle Frucht wie Georgie-Porgie Bush jr. zum Vorsitzenden der Nation gewählt wird. Obwohl; ist er denn nun eigentlich gewählt worden oder nicht? Egal, es wird die Zeit kommen, wo es keiner gewesen sein will. Hierzulande wird man allerdings auch sehr schnell fündig, wenn es darum geht, echte Hirnathleten unter den politischen Mandatsträgern herauszufiltern. Da die angesprochenen Damen und Herren zumeist dem eher extrovertierten Typus angehören, bleibt ihre Wesensart niemandem lange verborgen. Ein ganz feines Beispiel ist hier diese 3M-Gruppe Merkel Meier Merz. Hut ab vor den entsprechenden Gremien in der CDU. Eine solche Troika muß man erstmal zusammenbekommen. Ich bin weit entfernt davon, für Herrn Trittin eine Lanze zu brechen, aber zu manchen Leuten kann man sich einfach nicht sinnrichtig äußern, ohne sich dabei zwangsläufig daneben zu benehmen. Leider gehört unser Bundesumweltartist - genau wie auch der NRW-Minister- präsident – nicht zu den Menschen, die in der Lage sind, die notwendige Verhaltenssicherheit, zumindest in der Öffentlichkeit, an den Tag zu legen. Das ist sehr schade. Besonders auch deswegen, weil sich Politik weitgehend über Formen und nicht über Inhalte definiert. |
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Wahnsinn, wirklich wahr. Einstein hat mal behauptet, dass man die Welt nicht verstehen muß. Hauptsache ist, sich darin zurechtzufinden. Na prima! Wer schafft das? Der bundesdeutsche Durchschnittsautomobilist scheitert ja schon am gemeinen Kreisverkehr. Angehörige gewisser Kennzeichenträger, die auch ansonsten nicht immer durch souveränes Verhalten imponieren, beginnen meist im Angesicht der vorbeschriebenen Verkehrssituation ihre latente Entscheidungsneurose auszuleben. Nicht zu fassen. Genau so einen habe ich dann immer vor mir. Oder der Klassiker an der Supermarktkasse: An welches Schlangenende stelle ich mich? Egal, wie ich mich entscheide, die falsche Wahl ist es auf jeden Fall. Und die Menschen sind einfallreich. Man glaubt ja nicht, was auf so wenigen Quadratmetern sogenannter zivilisierter Welt für Katastrophen ablaufen können. Doch halt! Selbstverständlich glaubt man´s. Das hat schließlich jeder schon erlebt. Es sind ja nicht nur gewisse ältere Mitbürger, die allergrößten Wert darauf legen, ihr Geld abgezählt bis auf den letzten Pfennig/Cent (immer an den Euro denken) der mittlerweile fast vollständig dekompensierten Kassiererin in die verschwitzte Hand zu drücken, nein, auch Mütter, die, offensichtlich für alle, mit der Tatsache Mutter zu sein komplett überfordert sind, sorgen dafür, daß der Gedanke an Langeweile keine Chance hat. Überaus geschickte Planer haben mit der Positionierung von Süssigkeiten- Verkaufsständern im Kassenbereich die infrastrukturellen Voraussetzungen für manches Familiendrama geschaffen. "Leg´das wieder zurück!" Keine Reaktion. "Du sollst das wieder zurücklegen!!" Keine Reaktion. Da schaltet die gestresste Mamma auf nonverbale Kommunikation um und entreisst ihrem Sprössling die schon etwas weich gewordenen Ü-Eier. Die sich nicht mehr ganz im Originalzustand befindliche Süßigkeit landet wieder im Präsentationsverhau. Die jetzt doch einsetzende Reaktion des Bönsels ist ebenso monoton wie lautstark. Was mich immer wieder in krasses Erstaunen versetzt, ist die Lungen- kapazität dieser kleinen Menschen. Mamma dreht jetzt ab. "Halt die Klappe, Rotzblaach!" schnautzt sie, mindestens ebenso laut wie das Kleine. (man ist ja schließlich verwandt) Entschlossen reißt Mother´s finest die Schokoladenpracht komplett aus dem Ständer und fäng an, darauf herumzutreten. Mutterns Antwort besteht aus einer nennenswerten Ohrfeige. Ein bis dahin unauffälliger, in Ehren ergrauter Diplomsoziologe, direkt vor der Mamma in der Reihe, wendet sich um und sagt mehr zu sich selbst : "Und dafür sind wir ´68 auf die Barrikaden gegangen....." Manchmal ist es eben doch besser, die Klappe zu halten. Vermutlich das erste Mal in seinem Leben bekommt unser Gesellschafts- wissenschaftler die volle Ladung auf die Zwölf und geht zu Boden. Er wird ab sofort den Begriff des nonverbalen Biofeedbacks völlig neu einordnen. Leider hat er im Fall eine vor ihm stehende, deutlich korpulente Rentnerin umgerissen, die dabei ihre akribisch abgezählte Barschaft flächendeckend im Kassenbereich verteilt hat. Ab jetzt wird es brisant. Da die alte Dame die Situation blitzschnell erfasst hat, richtet sich ihr Zorn nicht gegen den hilflos am Boden herumrudernden Akademiker, sondern konzentriert sich auf die inzwischen völlig hysterische junge Frau, die mittlerweile begonnen hat, die übrige Kundschaft mit deformierten Überrasch- ungseiern zu bewerfen. Eine kritische Masse entsteht: Zwei aufgeladene Frauen bewegen sich aufeinander zu. Eine Art humaner Kernspaltung droht. Das Ergebnis erleben wir leider nicht mehr, da der besorgte Filialleiter derweil die Trachtengruppe alarmiert hat. Die schickt, in absoluter Fehleinschätzung der Sachlage, gleich ihr mobiles Einsatzorchester. Flugs erleben die Supermarktbesucher die Bandbreite staatlicher Pyrotechnik in Form von Nebel- Tränengas- und Blendgranaten. Das beeindruckende Ergebnis führt letztendlich zur Schließung der betroffenen Marktfiliale sowie zur Aburteilung eines bislang unbescholtenen Soziologen. Wahnsinn, wirklich war. |
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